Vermögensaufbau Basics Logo Vermögensaufbau Basics Kontakt

Sparerpauschbetrag nutzen: Deine Steuerersparnis maximieren

1.000 Euro pro Person steuerfrei verdienen — wie du den Sparerpauschbetrag richtig einsetzt und deine Steuerlast senkst.

6 Min Anfänger März 2026
Steuererklärungsformular mit Notizen und Taschenrechner auf einem Schreibtisch

Was ist der Sparerpauschbetrag?

Der Sparerpauschbetrag ist dein persönlicher Freibetrag für Kapitalerträge — und er’s eine der einfachsten Möglichkeiten, um Steuern zu sparen. Jede Person in Deutschland bekommt 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei zugesprochen. Das bedeutet: Zinsen, Dividenden und Gewinne aus deinen Geldanlagen bis zu diesem Betrag musst du nicht versteuern.

Für Ehepaare verdoppelt sich die Summe auf 2.000 Euro. Das ist echtes Geld, das dir bleibt. Und doch nutzen viele Menschen diesen Freibetrag gar nicht richtig — oder sogar überhaupt nicht. Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du das ändern und deine Steuerlast deutlich senken.

1.000

Jährlicher Freibetrag pro Person

2.000

Für Ehepaare gemeinsam

25 %

Durchschnittliche Abgeltungssteuer

Wie funktioniert die Freistellung in der Praxis?

Es funktioniert über eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung oder einfach durch einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank. Das ist der entscheidende Punkt: Du musst aktiv werden. Deine Bank wird dir nicht von allein diese Steuervergünstigung geben — sie muss wissen, dass du einen Freistellungsauftrag erteilst.

Der Auftrag ist kostenlos und dauert wenige Minuten. Du füllst ein einfaches Formular aus, in dem du festlegst, bis zu welcher Summe deine Erträge steuerfrei sein sollen. Die meisten Banken ermöglichen das heute sogar online im Kundenportal. Danach kümmert sich die Bank darum — sie führt keine Abgeltungssteuer ab, solange deine Erträge unter der Freigrenze bleiben.

Computerbrowser zeigt ein Bankportal mit Freistellungsauftrag-Formular

Dein Schritt-für-Schritt Plan

01

Broker oder Bank auswählen

Nicht alle Banken und Broker handhaben das gleich. Manche ermöglichen den Freistellungsauftrag kostenlos online, andere brauchen noch Papierkram. Ein guter Discount-Broker wie Consorsbank oder Interactive Brokers macht’s dir einfach — ohne versteckte Gebühren.

02

Freistellungsauftrag einreichen

Log dich ins Kundenportal ein oder fordere das Formular an. Trage deine 1.000 Euro (oder 2.000 Euro für Ehepaare) ein. Das wars. Keine langen Bearbeitungszeiten, keine Überraschungen. Die meisten Banken bestätigen den Auftrag innerhalb von wenigen Tagen.

03

Erträge im Blick behalten

Deine Bank meldet dir die Jahreserträge. Solange sie unter 1.000 Euro bleiben, brauchst du nicht zu handeln. Solltest du mehrere Konten haben, musst du die Freistellungsaufträge verteilen — insgesamt aber nicht mehr als 1.000 Euro pro Person.

04

Steuererklärung vereinfachen

Sind deine Erträge freigestellt, musst du sie in deiner Steuererklärung oft nicht mal angeben. Das erspart dir nicht nur Steuern, sondern auch Papierkram. Deine Bank hat schon alles richtig dokumentiert.

Strategien zur Maximierung deiner Steuerersparnis

Es gibt verschiedene Wege, um deinen Sparerpauschbetrag optimal zu nutzen. Die beste Strategie hängt von deiner persönlichen Situation ab — davon, wie viel du sparst, welche Erträge du erwartest und wie diversifiziert dein Portfolio ist.

Für viele Anfänger mit einem Sparplan ist die Sache einfach: Ein ETF-Sparplan mit monatlichen Raten von 200-300 Euro generiert pro Jahr etwa 50-100 Euro an Dividenden (abhängig von der Gesamtkostenquote und Marktlage). Das ist weit entfernt von der 1.000-Euro-Grenze. Dein Freistellungsauftrag schützt dich also völlig — und du sparst automatisch Steuern, ohne aktiv etwas dafür tun zu müssen.

Diagramm zeigt Ertragskurven verschiedener ETF-Sparpläne über 10 Jahre
Smartphone zeigt ETF-Sparplan-App mit automatischen Ertragsberechnungen

Besondere Situationen: Mehrkonten und Eheleute

Hast du mehrere Konten bei verschiedenen Banken, musst du deine Freistellungsaufträge geschickt verteilen. Die Grenze von 1.000 Euro gilt über alle Konten hinweg. Das bedeutet: Wenn du bei Bank A 500 Euro freistellst und bei Bank B auch 500 Euro, sind beide zusammen genau an der Grenze.

Wichtig: Die alte Regelung mit Sparer-ID ist 2023 weggefallen. Heute musst du selbst aufpassen, dass du nicht doppelt freistellst. Manche Banken bieten ein zentrales Verwaltungstool an — das macht’s einfacher. Und für Ehepaare gilt: Jeder Ehepartner hat seinen eigenen 1.000-Euro-Freibetrag. Das verdoppelt eure Steuereinsparung automatisch. Du und dein Partner können also gemeinsam bis zu 2.000 Euro pro Jahr komplett steuerfrei verdienen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Sparerpauschbetrag ist 1.000 Euro pro Person und Jahr — absolut kostenlos nutzen.
  • Du musst einen Freistellungsauftrag einreichen — das ist ein einfaches Online-Formular, das wenige Minuten dauert.
  • Für passive Sparer mit ETF-Sparplänen ist das eine vollständige Steuerersparnis, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
  • Eheleute können den Betrag verdoppeln und gemeinsam 2.000 Euro steuerfrei verdienen.
  • Überprüfe deine Freistellungsaufträge jährlich, besonders wenn du mehrere Konten hast.

Die Steuereinsparung ist real und automatisch — wenn du den ersten Schritt machst. Ein paar Minuten heute können dir über die Jahre tausende Euro sparen. Das ist nicht zu kompliziert, nicht zu riskant und definitiv nicht zu ignorieren.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel ist rein informativ und stellt keine Steuerberatung dar. Steuersituationen sind individuell unterschiedlich, und es gibt Fälle, in denen spezielle Regelungen gelten können (z. B. Einkünfte aus Betriebsvermögen, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen). Bitte konsultiere einen Steuerberater oder Fachexperten für deine persönliche Steuererklärung. Die hier genannten Regelungen entsprechen dem Stand von März 2026 und können sich ändern.